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Apr. 08

Willkommen in den Tropen!

Oder auch: Erste Eindrücke aus Cairns

Cairns ist ein Tourismusort. Das heißt, dass die Haupteinnahmequelle hier die vielen Reisenden sind. Und das merkt man. Läuft man die Küstenpromenade entlang, sieht man die vielen bereits bestehenden Großhotels. In den Lücken dazwischen sind nicht selten Baustellen und man kann erahnen, dass auch dort in nicht allzu ferner Zukunft Bettenburgen stehen werden.

Leider ist Cairns aber auch eine kleinere Stadt. Das hat zwar den großen Vorteil, dass man praktisch alles Wichtige fußläufig erreichen kann. Aber es gibt da auch den entscheidenden Nachteil, dass der Weg vom Flughafen in die Stadt nicht wirklich gut organisiert ist. Ich hatte im Endeffekt die Wahl, ob ich 40 Minuten lang auf einen recht teuren Shuttle-Bus warte, oder mir sofort ein Taxi gönne. Da der Preisunterschied gering war, habe ich also mal australische Taxen kennengelernt.

Da wir hier in Nordaustralien sind, ist es durchaus tropisch. Also nochmal eine Spur wärmer, schwüler und feuchter als es zu Beginn meiner Reise in Sydney war. Eine Begleiterscheinung dessen sind ein bis 3000 gefährlichere Tiere als weiter südlich und ein paar mehr Kakerlaken, die mir aber zum Glück noch nicht begegnet sind.

Zu den gefährlichsten Tieren in Queensland, wo Cairns ist, gehören giftige Würfelquallen und Sakzwasserkrokodile. Wegen beiden kann man von Cairns aus keinen Stadtstrand nutzen. Der ganze Küstenstreifen befindet sich deshalb erhöht auf einer Art Steg. Dort kann man genauso gut spazieren und stolzieren wie am Strand, nur ist man vor „Salties“ und Quallen geschützt. Da Menschen sich in den Tropen trotz Viehzeug im Meer gerne gelegentlich in die Fluten werfen wollen, gibt es mitten in der Stadt eine künstliche Lagune. Im Prinzip ist das ein großer Swimmingpool, in den jede und jeder gehen können, um z.B. an lustig aussehenden Wassergymnastikangeboten teilzunehmen.

Das schlechte Wetter aus Sydney hab ich übrigens im Handgepäck mitgebracht. Auch hier regnet es nahezu ständig. Zum Glück schiebt es keiner auf mich, sondern alle beschuldigen Debbie. Debbie ist das Tief, das den Zyklon an der Ostküste Australiens verursacht hat. Zu meinem Glück bekomme ich davon bislang nur in Form von Ausläufern etwas mit.

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