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Nov. 20

Entspannt durch Flores

Oder auch: Abschied aus Guatemala

Meine letzte Station in Guatemala war die Halbinsel Flores im Lago Petén Itzá. Die meisten Reisenden, kommen auf dem Weg von oder nach Tikal dorthin, so auch ich. Flores ist nicht sehr groß, man kann es ohne Weiteres zu Fuß umrunden. Am Wasser gibt nette Restaurants und allerhand zu sehen.

Mein Highlight war, dass ich ja nun leider – da am Ende meiner Reise – gezwungen war, meine letzten Quetzal auszugeben. So shoppte ich ein paar Mitbringsel, einen süßen Rucksack und ein paar Postkarten. Mein Highlight aber war der Marktstand einer jungen Frau aus Polen, die zusammen mit ihrem Freund seit acht Jahren auf Reisen war. Die beiden leben von dem Schmuck, den sie herstellen und verkaufen. Vor allem beeindruckt hat mich dabei, dass die junge Frau zu wirklich jeder Kette, jedem Armband und jedem Ring eine Geschichte erzählen konnte. Dieser Stein kommt aus jener Höhle, die Flechttechnik von jener Bäuerin. Da es mein Wunscharmband nicht in meinen Wunschfarben gab, hat sie mir mal kurz neben unserem Gespräch mein Wunscharmband geknüpft. Ich hoffe, die beiden reisen noch eine Weile!

In Flores habe ich mir auch zum ersten Mal ein Kajak ausgeliehen, wie es der Zufall so möchte, natürlich von einem deutschen Auswanderer. Ich habe ein wenig Rudererfahrung und liebe das Wasser sehr, aber die Sache mit dem Kayak war nicht so ganz meins. Viel zu wackelig und zu nass. Eine lustige Erfahrung war es aber trotzdem und vielleicht liegt mein wahres Talent ja doch beim Surfen, Stand-up-paddeln oder Tiefseetauchen, wer weiß?

Meinen letzten Tag in Guatemala nutzte ich für einen kleinen Spaziergang auf der anderen Uferseite des…, in dem die Halbinsel Flores liegt. Dort erwartete mich ein kleiner Wald mit einer hübschen Aussichtsplattform aus Holz in den Baumkronen. Von dort oben habe ich versucht, Greifvögel zu fotografieren, die ihre Runden über den See zogen. Ich bin gar keine Ornithologin, aber diese Vögel haben mir aufgrund ihrer Größe durchaus imponiert. Weiß jemand zufällig, wie die Kameraden heißen?

Auf dem Rückweg aus dem Wald sah ich dann Bewegungen in den Baumkronen, die eindeutig nicht vom Wind kamen. Bei genauerem Hinsehen konnte ich dann endlich auch die Brüllaffen entdecken, deren Geräusche ich in Tikal so unheimlich fand. Dieses Mal blieben sie ruhig und waren mit essen beschäftigt und ich konnte endlich ein paar nette Fotos machen.

Guatemala hat mich sehr beeindruckt und ich hoffe, dass bald wieder nach Lateinamerika komme und noch mehr über diesen spannenden, freundlichen, bunten und artenreichen Kontinent lernen kann.</span>

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