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Nov. 14

Lanquín und Semuc Champey

Oder auch: Mir ist noch immer nicht klar, wie man das jetzt ausspricht

Wer Semuc Champey sehen will, ist eine ganze Weile unterwegs. Es liegt so richtig verborgen irgendwo im Nirgendwo. Von Panajachel aus waren wir mit dem Shuttle etwa zehn Stunden unterwegs, obwohl es nur um die 300km zu bewältigen galt. Man kann sich also etwa vorstellen, mit welcher Geschwindigkeit wir die Berg“straßen“ entlang gedüst gekrochen sind.

Vollkommen erledigt kamen wir also weit nach Sonnenuntergang in Lanquín an. Die Hostelanlage nennt sich zurecht Lodge, denn das Gelände ist wunderschön und direkt am Wasser gelegen.

Entgegen aller Werbung habe ich mich, begleitet von zwei Leidensgenossen aus dem Shuttle, gegen eine geführte Tour mit Höhlenführung und Sprung von der Liane entschieden. Stattdessen sind wir morgens einfach nach Lanquín rein gegangen und wurden auf dem Weg zum Geldautomaten bereits von etlichen Fahrern mit Ziel Semuc Champey umworben, von denen einer penetrant genug war, sodass wir schließlich in seinen Pick-Up gestiegen sind. Im Übrigen durften wir Touris vorne sitzen, während viele andere Menschen die 45-minütige Fahrt auf der Huckelpiste auf der Ladefläche verbracht haben. Das ist hier so üblich und z.B. auch ein gängiger Weg zur Schule.

Im Park angekommen, wollten wir dann natürlich zuerst zum Aussichtspunkt und das Foto der Fotos machen. Das war vielleicht ein Aufstieg! Ich habe keine Ahnung, wie lange ich unterwegs war. Ich weiß nur noch, dass es stetig bergauf ging und am Ende alles, inklusive meines Rucksacks, aller Klamotten und meines gesamten Körpers schweißgebadet waren. Statt der Aussicht hätte ich ein Sauerstoffzelt gebrauchen können.

Aber die Aussicht IST klasse. Ich frage mich schon manchmal, wie und warum die Natur sowas Hübsches erschafft.

Nach einem schnelleren, aber dennoch anstrengenden Abstieg kam dann das, was wir uns mehr als verdient hatten: Wir durften in die natürlichen Pools hopsen. Das war ein unglaublich schönes Gefühl. So erfrischend war Baden noch nie. Und zwischen zwei Wasserfällen bin ich auch noch nie umher geschwommen.

Insgesamt war das ein wirklich entspannter und schöner Ausflug. Und ich bin froh, keine Tour gebucht zu haben. Ich will Pausen und Fotos machen, wann ich will und damit niemanden aufhalten oder immer wieder schnell zu einer Gruppe aufschließen müssen. Und die Fahrten im Pick-Up sind ja doch immer ein kleines Abenteuer, das genau nach meinem Geschmack nicht zu viel und nicht zu wenig ist.

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